Ayurvedische Kochkunst

Krea­ti­ves kochen — Leib und Sinne Verwöhnen

Kaum eine andere Tätig­keit spricht unsere Sinne so all­um­fas­send an wie Essen. Umso mehr, wenn wir es
– von der Aus­wahl über die Zube­rei­tung bis zur Nah­rungs­auf­nahme – als Gesamt­pro­zess b betrach­ten.
Dann wird Essen zum krea­ti­ven Erleb­nis: Beim Ein­kauf lachen uns kna­cki­ges Obst, fri­sche Kräu­ter oder
bun­tes Gemüse an und inspi­rie­ren unsere Phan­ta­sie. Beim Kochen, wenn es in der Pfanne brut­zelt, aus
den Töp­fen dampft und zischt und der köst­li­che Duft von Gewür­zen und Gebra­te­nem durchs ganze Haus
strömt, läuft uns förm­lich das Was­ser im Munde zusam­men und wir freuen uns auf den bal­di­gen Genuß.
Beim Essen selbst kön­nen wir schlem­men und genie­ßen, unse­ren Gau­men kit­zeln und uns die fei­nen
Kost­bar­kei­ten auf der Zunge zer­ge­hen lassen …

Die ayur­ve­di­sche Küche weiß um die Sinn­lich­keit des Essens.  Aber auch um des­sen Sinn: Mit hoch­wer­ti­gen Zuta­ten,
einer ebenso krea­ti­ven wie gesun­den Ver­wen­dung von Ölen und Fet­ten, Kräu­tern und  Gewürz­kom­bi­na­tio­nen sowie
durch spe­zi­elle Zube­rei­tungs­ar­ten sorgt sie dafür, dass

• Essen uns nicht beschwert oder belas­tet, son­dern als Genuß erlebt wird und uns beschwingt
• unser „Ver­dau­ungs­feuer“ in Gang gehal­ten wird und wir neue Ener­gie tan­ken kön­nen
• und dass das, was wir essen, nicht allein unse­ren Kör­per, son­dern immer auch unse­ren Geist und unsere Seele nährt.

Das sind neben Gewür­zen und Kräu­tern z. B. auch aus­ge­wählte Öle und­Fette. Die Ver­wen­dung und Kom­bi­na­tion
die­ser Lebens­mit­tel, wie auch die Zube­rei­tungs­art der Spei­sen, folgt zwar gewis­sen Prin­zi­pien, ist dabei aber alles
andere als dogmatisch.Im Gegen­teil:
In der ayur­ve­di­schen Koch­kunst steht der Mensch und sein indi­vi­du­el­les Wohl­ge­fühl im Vor­der­grund.
Auf die­ser Basis kann jedes Gericht, aus wel­chem Land auch immer, ayur­ve­disch zube­rei­tet wer­den.
Ob vege­ta­risch, Fisch oder Fleisch, Haus­manns­kost oder raf­fi­niert Exo­ti­sches: Die ayur­ve­di­sche Küche erlaubt
Ihnen sämt­li­che Spiel­ar­ten, damit Sie nach Her­zens­lust genie­ßen und sich unbe­schwert gesund ernäh­ren können.

Ayur­ve­di­sche Küche — ein­fach, lecker und gesund

Dabei muss die ayur­ve­di­sche Küche weder beson­ders auf­wen­dig noch zwin­gend ori­en­ta­lisch sein.
Sicher­lich arbei­tet sie mit vie­len Gewür­zen, die wir von indi­schen Gerich­ten ken­nen, den­noch läßt
sie sich pro­blem­los auf jede andere Lan­des­kü­che sowie Ihre ganz per­sön­li­chen Vor­lie­ben über­tra­gen
– auch dann, wenn es ein­mal schnell gehen soll.

Der Ansatz ist folgender:
Ayurveda ver­steht Nah­rung als natür­li­ches Heil­mit­tel, das uns auf
unter­schied­lichs­ten Ebe­nen mit Ener­gie ver­sorgt und Kör­per, Geist und Seele glei­cher­ma­ßen stärkt.
Jedes Nah­rungs­mit­tel braucht jedoch bestimmte „Hilfs­stoffe“, die es dem Kör­per ermög­li­chen,
Vit­amine, Mine­ra­lien etc. auf­zu­schlie­ßen und für sich ver­füg­bar zu machen.

Wis­sen und Weis­heit für mehr Lebensfreude

Ayur­veda bedeu­tet: „Wis­sen vom Leben“ und ist wohl die älteste Heil­kunst, die wir ken­nen.
Seit eini­gen Jah­ren wird die­ses Wis­sen, das sei­nen Ursprung in Indien hat, auch bei uns mehr
und mehr von Ärzten, Mas­seu­ren und The­ra­peu­ten ange­wandt. Ayur­veda umfasst alle Lebens­be­rei­che
des Men­schen: Die kör­per­li­che, emo­tio­nale und geis­tige Ver­fas­sung, die Lebens­um­stände, denen wir
aus­ge­setzt sind, wie sie in und durch uns wir­ken und sich mani­fes­tie­ren – immer mit dem Ziel, das
Bewußt­sein zu schu­len und den Men­schen in seine Mitte zu brin­gen. Die rich­tige Ernäh­rung und ein
gut funk­tio­nie­ren­des Ver­dau­ungs­feuer, das es dem Kör­per­sys­tem ermög­licht, sich von altem Bal­last
zu befreien und Raum für Neues zu schaf­fen, bil­det eine der wesent­lichs­ten Grund­la­gen hierfür.

Feuer, Doshas und die (Ge-) Würze des Lebens

In der ayur­ve­di­schen Küche ver­steht man Gewürze und Kräu­ter als „gött­li­che Nah­rung“, die unsere
Gesund­er­hal­tung und innere Aus­ge­gli­chen­heit för­dert und uns bei Hei­lungs­pro­zes­sen unter­stützt
– vor­aus­ge­setzt, dass wir sie rich­tig ver­wen­den und gezielt ein­set­zen. Dabei spie­len sowohl unsere
per­sön­li­che Kon­sti­tu­tion als auch die 3 ayur­ve­di­schen Ener­gie­prin­zi­pien, die soge­nann­ten Doshas,
eine wich­tige Rolle. Sind Vata, Pitta und Kapha (Bewegungs-, Feuer– und Struk­tur­prin­zip) in Ein­klang,
wird auch unser Ver­dau­ungs­feuer opti­mal ange­regt und wir kön­nen neue Kraft gewin­nen.
Der Weg dort­hin führt über die tra­di­tio­nelle Ver­wen­dung und Kom­bi­na­tion ver­schie­dens­ter Zuta­ten…
– immer unter Berück­sich­ti­gung der 6 Geschmacks­rich­tun­gen (süß, sauer, sal­zig, scharf, bit­ter, zusam­men­zie­hend)
und mit Hilfe von Zube­rei­tungs­ar­ten, die die Spei­sen für uns indi­vi­du­ell ver­träg­lich machen
und an unsere per­sön­li­chen Bedürf­nisse ange­paßt sind.

Die Kunst kuli­na­ri­scher Zauberei

Die Ver­mitt­lung die­ses Wis­sens – ins­be­son­dere über den rich­ti­gen Umgang mit Gewür­zen und Kräu­tern –
ist Basis des ayur­ve­di­schen Kochens und mei­ner Koch­kurse. Allem voran geht es aber um die prak­ti­sche
Umset­zung, die Über­tra­gung tra­di­tio­nel­ler Weis­hei­ten auf die moderne Küche und das Erleb­nis,
dar­auf auf­bau­end eigene, kuli­na­ri­sche Köst­lich­kei­ten zu kreieren.

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